Vegetation

Kamtschatka befindet sich in der Borealen Waldzone. Die Vegetation ist überwiegend aufgrund der Höhenlage differenziert. Die Flora ist  vergleichsweise artenarm und viele Arten sind selten. Nach Yakubov (2007: Plants of Kamchatka. Moskau) besteht die Flora Kamtschatkas aus 89 Familien, 411 Gattungen  und 1170 Arten. Die letzte Vereisung vernichtete die Nadelwälder bis auf  einen kleinen Rest im zentralen Bereich. Auch andere Arten sind verschwunden und noch nicht wieder eingewandert. Da Kamtschatka nur im Norden eine Verbindung zum asiatischen Kontinent hat ist die Einwanderung über die Tundrazone und große Sumpfgebiete schwierig. Deshalb ist Kamtschatka wie eine Insel.  Komarov unterschied drei floristische Typen: Arten der West- und Ostküsten, Arten des Kamtschatka-Tales und arktische Arten des Nordens. Man findet Arten  aus verschiedenen Arealen: Circumpolare Arten, ochotsker Arten, ochotsko-manschurische Arten, sibirische Arten und Endemiten Kamtschatkas. Charakteristische Vegetationstypen sind: Wälder, Gebirgstundra, Moore, Auenwälder, Küstenvegetation,  Sonderstandorte der Thermalquellen, alpine Wiesen, Hochstaudenfluren, Pioniervegetation.  Seit 2007 gibt es eine Rote Liste der Pflanzen für Kamtschatka. Darin werden  11 Arten Meeresalgen, 7 Pilzarten, 57 Moosarten, 36 Flechtenarten und 142 Gefäßpflanzen aufgeführt (http://www.kamchatsky-krai.ru/redbook2/vvedenie.htm).

Der weitverbreitete aktive Vulkanismus vernichtet immer wieder Vegetationsbestände und langsam werden die Aschefelder, Lavaströme und -felder neu besiedelt. Vertikal kann man die Vegetationsstufen grob folgendermaßen abgrenzen.

- An den Küsten sind Küstenwiesen verbreitet. Es ist eine Hochgebirgsvegetation, da die kalten Wassermassen des Pazifik und Ochotsker Meeres auch im Sommer nur niedrige Temperaturen zulassen.

- Teilweise von der Küste bis 800 (1000) ü. NN wachsen Steinbirkenwälder.

- Ab 800 m ü. NN bis 1200 m ü. NN, ausnahmsweise bis 1400 m ü. NN befindet sich die Krumholzstufe aus Pinus pumila und Alnus fruticosa.

- Oberhalb folgt die alpine Stufe mit der Bergtundra bis zur Vegetationsgrenze.

Landschaftstypen Kamtschatkas  in Bildern

Küsten

Steilküstenformen dominieren an der Ostseite Kamtschatkas, die Westseite wird vom flachen Küstensaum bestimmt.

Wälder

Die Flüsse werden von Auenwäldern aus mehreren Gehölzarten (z.B. Alnus hirsuta, Salix sachalinensis, Populus suaveolens und Chosenia arbutifolia) begleitet. Die Krautschicht wird häufig von Hochstaudenfluren gebildet.

Steinbirkenwälder aus der Betula ermanii sind die  häufigsten Wälder auf Kamtschatka. Im südosten Kamtschatkas kommen  die Steinbirkenwälder fast vom Meeresufer bis etwa 800 m ü. NN vor. Oberhalb von 800 m werden sie vom Stlanik aus Pinus pumila und Alnus  fruticosa abgelöst. In der Krautschicht wachsen zahlreiche Krautarten.  Selten kommen Weißbirkenwälder aus Betula platyphylla vor.

Die Nadelwälder bestehen aus Larix cajanderi (sin. daurica) und Picea ajanensis und sind in Zentralkamtschatka von Milkovo  bis zum Fluß Elovka bis 300 m ü. NN und nur ausnahmsweise höher  verbreitet.

Auenwälder

Steinbirkenwälder

Nadelwald

Hochstaudenflur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gebirge

Kamtschatka ist ein gebirgiges Land. Im subalpinen Vegetationsgürtel dominiert der Stlanik aus Pinus pumila und Alnus fruticosa. Oberhalt des Stlanik kommt die Gebirgstundra mit alpinen Krautarten, Moosen und Flechten  bis zur Vegetationsgrenze.

Krumholzzone (Stlanik)

Bergtundra

 

                                           Gletscher

Feuchtgebiete

Große Teile Kamtschatkas werden von unterschiedlichen  Feuchtgebieten eingenommen.

Gebirgsbäche

Bäche

Flüsse

Mineralquellen

Thermalquellen

Thermalvegetation

Wasserfall

Wasserfall

Gebirgssee

Sumpf an Mineralquelle

Gebirgsmoor

Moore der Westküste

 

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