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Relief
Das Relief wird im Wesentlichen von den Mittleren und Östlichen Vulkangürteln und den Küstenlandschaften bestimmt. Als Teil des Pazifischen "Feuerringes" sind hier 30 Vulkane aktiv und es kommt immer wieder zu Vulkanausbrüchen und Erdbeben. Es sind aber noch über 2500 Vulkankegel und über 300 erloschene und zerstörte Vulkane vorhanden. Der höchste Vulkan - Kljychevskaja Sopka - erreicht 4750 m. Die Westküste ist eine sumpfige Niederung mit einer geraden Uferlinie, die von hunderten von Flüssen zerschnitten ist. Die Ostküste ist dagegen steil, felsig mit zahlreichen Buchten und Halbinseln. Der Fluß Kamchatka bildet ein breites Tal zwischen dem mittleren und östlichen Vulkangürtel.
Böden
Die Böden Kamtschatkas bilden sich häufig auf vulkanischen Ausgangsgesteinen, die gewöhnlich reich an alkalischen Bestandteilen sind und deshalb ein fruchtbares Bodensubstrat liefern. Unter Waldwiesen und Birkenlichtwäldern sind Rasenwiesenböden entwickelt, unter deren dunkelgrauem oder dunkelzimtfarbenem Rasenhorizont der gewöhnlich 15 bis 20 cm mächtige Humushorizont liegt. Unter schattenreichen Birkenwäldern sowie unter Fichten-Lärchenwäldern kommen schwachpodsolierte Böden, die den Rasenwiesenböden nahestehen, vor. In Zentralkamtschatka bilden sich unter den Nadelwäldern podsolierte Böden, deren Horizonte deutlich voneinander getrennt sind. Alle diese Böden sind ohne Melioration für den Ackerbau verwendbar. Große Flächen insbesondere an der Westküste werden von Moorböden eingenommen. Alluvialböden kommen in den Flußtälern vor. Am fruchtbarsten sind die Rasenwiesenböden, die auf den älteren Flußablagerungen der zweiten und dritten Terrasse entwickelt sind (Nr. 44 in Karte). Die Böden sind mit Wiesen und Lichtwäldern aus japanischer Birke bedeckt (aus Berg, L. S. 1959: Die Geographischen Zonen der Sowjetunion Bd. 2. Leipzig).
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